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Mitglied im
Eigenheimerverband
Bayern e.
V.








































__Geschichte Loderhofsiedlung________





Hier lag das ehem. Kriegsgefangenenlager "Stalag 13a"
(zum vergrößern Bild Anklicken)


Goethestr.


Fa. Ostner (jetzt "Kaufland")


Adalbert-Stifter-Str. , ca.1954
(da stehen jetzt die Garagen Schiegerl)






1935
Die Bautätigkeit am Loderhof begann schon 1935.
Damals wurden 35 Siedlerstellen unterhalb und oberhalb
der Bahnlinie errichtet.

1939/40 folgte ein weiterer Bauabschnitt mit 20 Siedierstellen.
Bauplaner war die Reichsheimstätte München.
Die Siedlung wurde von den Baufirmen Strobel, Sulzbach,
und Hagen, Rosenberg, je zur Hälfte erstellt.

1941 errichtete man südlich des Neubaugebietes
ein Stammlager der Wehrmacht (Stalag 13a).
Belegt war es mit Franzosen, Belgiern und überwiegend Russen.

1941/1942 Im Winter wurden am Ende der heutigen
Schillerstraße neben der Bahnlinie die ersten verstorbenen
Russen begraben.
Der Name „Russenfriedhof" hat sich bis heute erhalten.
Die Gebeine der Toten wurden nach dem Krieg nach
Neumarkt umgebettet.

Nach dem Kriegsende wurden in diesem Lager von den Amerikanern Angehörige der ehemaligen „SS" inhaftiert.
Nach ein paar Jahren wurden diese Baracken als Flüchtlingslager umfunktioniert.
Im Lager eröffneten der spätere Siedlerbundfreund
Franz Köferl seine erste Gastwirtschaft und ein Lebensmittelgeschäft
sowie Konrad Wiesend eine Schuhmacherei.

1948 erfolgte im 3. Bauabschnitt bereits eine Vergrößerung
des Loderhofs. Hierbei wurden die Goethestraße rechtsseitig
und die Ludwig-Thoma-Straße bebaut. Die Baukosten
betrugen damals DM 8716,-, Miete und Tilgung monatlich
35 DM.
Etwa zur gleichen Zeit entstand die Firma Ostner
(Kleinlastwagen-Fabrik). Sie wurde später von der Firma Faun
übernommen.
Nach der Übernahme durch die Firma Ohrenstein & Koppel
(O&K) standen die Gebäude zum Verkauf.

1953 folgte der 4. Bauabschnitt mit 43 Siedlerstellen durch
die Maxhütte Sulzbach-Rosenberg. Architekt und Bauleiter
war Oberingenieur Kunze. Die Baukosten für ein
Zweifamilienhaus betrugen 28.000,- DM, die monatliche Zins-
und Tilgungsleistung lag zwischen 88,- DM und 110,- DM.
Dieser Abschnitt umfasste die Beethovenstraße, Gerhard-Hauptmann-Straße, Hans-Watzlik-Straße
und Uhlandstraße. Etwa zur gleichen Zeit wurden Teile der
Knorr von-Rosenroth- und Adalbert-Stifter-Straße bebaut.
1941 eröffnete Familie Nägelein das erste Lebensmittel-
geschäft, dem dann 1955 eine Filiale des damaligen Konsums
folgte.
Das Evangelische Waisenhaus sowie große Wohnblöcke und
weitere Siedlerstellen entstanden im westlichen Siedlungsgebiet.

Den südlichen Rand desWohngebietes begrenzen heute die
sogenannten „Haberlhäuser", während anschließend daran
auch am östlichen Bebauungsrand die Bauträger Nerlich und
Bleisteiner ihre Eigentumswohnungen errichteten.

Zwischen den Wohnblöcken der Maxhütte und Stadtbau stehen
heute die sog. „Altenwohnungen".
Der „schräge Otto" heißt im Volksmund die Anlage der
Terrassenwohnungen. Die Caritas errichtete 1966/67 das
Altenwohnheim Sankt Barbara.
Zwischen Schillerstraße und Loderhof wurde von Franz Steger
eine Fabrik gebaut.
Im Zuge des BAB-Ausbaus verbreiterte man die Eisenbahn-
brücke an der Hofgartenstraße. Auf dem aufgelassenen
Gelände des ehemaligen Milchhofs siedelten sich die
Firmen Baustoff Meier und OBI an.
Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Faun steht heute der
Einkaufsmarkt Kaufland.
Ein weiteres Wohngebiet wurde zwischen der Geibel- und
Schillerstraße erschlossen und ist in der Zwischenzeit teilweise
bereits bebaut.
Heute gibt es im Stadtteil Loderhof eine Apotheke, Ärzte, einen
Kindergarten, ein Altenheim, ein Rehazentrum, Friseurgeschäfte,
Obst- und Blumenladen, Metzgerei und Bäckerladen, einen
Getränkemarkt, zwei Wirtschaften und ein Cafe.
Aus den einfachen Anfängen hat sich ein eigenständiger,
lebenswerter Stadtteil entwickelt, der jungen und alten Bewohnern
eine solide Lebensbasis bietet.